Referendare im Interview: Herr Anisimov

Herr Anisimov ist seit dem Schuljahr 2025/2026 als Referendar an unserer Schule. Wir als Schülerzeitung haben uns mit ihm getroffen und ihn interviewt, um ihn besser kennen zu lernen.

Die Süd: Welche Fächer unterrichten Sie?

Herr Anisimov: Ich unterrichte Musik und Geschichte.

Die Süd: Warum haben Sie sich entschieden, Musik zu studieren?

Herr Anisimov: Ich bin von Haus aus Musiker – ich habe eine eigene Band und mache sehr viel Musik. Dann habe ich überlegt: Wie kann man Musik beruflich machen? So ergab sich relativ schnell, dass ich Musik auf Lehramt studieren wollte.

Und ich finde diesen Beruf toll, weil ich so Hobby und etwas gesellschaftlich Sinnvolles miteinander verbinden kann.

Die Süd: Wenn Sie in einer Band sind, welche Instrumente können Sie spielen?

Herr Anisimov: Ich spiele Klavier und Saxofon.

Die Süd: Lassen Sie uns noch einmal über Ihr anderes Fach sprechen: Was waren Ihre Beweggründe, Geschichte zu studieren?

Herr Anisimov: Ich habe seit Kindestagen ein großes Interesse an Geschichte. Es ist auch ein bisschen familiär bedingt, dadurch, dass meine Familie aus der Sowjetunion kommt, ist man auch schon mit Geschichte in Kontakt getreten.

Generell finde ich die Art und Weise, wie meine Familie nach Deutschland gekommen ist, und auch die Vorkommnisse aus dem Zweiten Weltkrieg spannend. Es ist auch interessant, sich hier in Deutschland zwei Perspektiven über den Zweiten Weltkrieg anhören zu dürfen: zum einen die Geschichte meiner Familie und zum anderen die Geschichte der Menschen, die hier leben.

Die Süd: Was macht für Sie das Fach Geschichte besonders?

Herr Anisimov: Das Besondere an Geschichte ist, dass die Menschheitsgeschichte uns so viele Dinge lehren kann. Vor allem auch auf die Gegenwart oder auf zukünftige Entscheidungen bezogen können wir uns gewisse Aspekte aus der Geschichte entnehmen. So kann man auch schauen: Was sind Dinge, die gut gelaufen sind, und was ist eher nicht so gut gelaufen?

Die Süd: Gab es eine Person, die Sie inspiriert hat?

Herr Anisimov: Definitiv! In der zehnten Klasse hat mich Andreas Désor, Musiklehrer an der Halepaghen-Schule, angesprochen und gesagt: „Ich finde, du hast eine gute Persönlichkeit, die sich gut für den Lehrerberuf eignet. Was wäre, wenn du mal Lehrer wirst?“

Dann habe ich gelacht und gesagt, das ist doch absoluter Quatsch, und ich will kein Lehrer werden. Aber die Floskel ist dann doch hängen geblieben.

Als ich mich also nach meinem Auslandsaufenthalt auf insgesamt drei Studiengänge bewarb, wurde ich von allen angenommen. Daher musste ich mich entscheiden und wählte letztendlich das Lehramtsstudium. Die anderen beiden Studiengänge wären Kulturwissenschaften und BWL gewesen, aber so konnte ich wirklich studieren, worauf ich richtig Bock hatte.

Die Süd: Das hier ist auch schon unsere letzte Frage: Was war Ihr erster Eindruck von unserer Schule, als Sie hierherkamen?

Herr Anisimov: Es war ein sehr positiver und herzlicher Empfang! Ich bin im Sommer hier an die Schule gekommen, und ich finde das Kollegium wirklich sehr nett. Die Schüler sind richtig toll. Es gibt hier viel Engagement und soziale Interaktion.

Der generelle Vibe ist einfach positiv, und es gibt wenig graue Wolken, die sich hier durch die Schule bewegen.

Die Süd: Eine Frage haben wir doch noch: Wie lange dauert Ihr Referendariat noch?

Herr Anisimov: Ich habe im Sommer 2025 angefangen, und das Referendariat endet dann im Frühjahr 2027. Also werde ich jetzt irgendwo um Weihnachten herum meine Prüfungen haben und definitiv bis Ende Januar 2027 an der Schule sein. Den Rest entscheidet der Schulleiter.

Die Süd: Vielen Dank für das Interview, Herr Anisimov!

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