Eine OP-Maske liegt im Gras

Unser Planet ist in Gefahr, das lässt sich nicht mehr leugnen! Im Ozean schwimmt bald mehr Müll als Tiere, die Ressourcen der Erde werden verschwendet, die Luft ist durch Abgase verpestet, viele Tiere sind vom Aussterben bedroht, … Wir zerstören die Erde, unseren Lebensraum. 

49% der untersuchten Tierarten sind gefährdet, 3% verschollen oder ausgestorben und 7% vom Aussterben bedroht, weil die Menschen ihren Lebensraum wegnehmen und die Umwelt verschmutzen. Auch Pflanzen sind durch die Umweltverschmutzung belastet, rund 40% der untersuchten Arten sind gefährdet und 9% ausgestorben oder verschollen. Auf der ganzen Welt standen und stehen Millionen Waldflächen in Brand. Selbst die Arktis ist am Brennen. In Australien sind bereits mehrere Millionen Hektar Land nur noch Staub und Asche. Bei den verehrenden Buschbränden im Jahr 2020 sind mehr als 2000 Koalas verbrannt und viele weitere waren am Verdursten oder wurden vom Feuer eingeschlossen. Zwar wären die Kängurus schnell genug gewesen, um vor den Flammen zu fliehen, aber sie verhakten sich in Zäunen, die von Menschen aufgestellt wurden und sind lebendig verbrannt. 

Zwischen 120 und 170 Millionen Tonnen Müll schwimmen mittlerweile im Meer, jedes Jahr kommen ca. 10 Millionen Tonnen dazu. Jetzt in Coronazeiten kommen auch noch Milliarden Einwegmasken hinzu. Mindestens 660 Tierarten sind unmittelbar von dem Plastik in den Meeren bedroht, sie verschlucken es oder verfangen sich z.B. in Netzen, die Fischer verloren oder achtlos ins Meer geworfen haben. Jedoch sind noch viel mehr Tiere und auch Menschen von der Verschmutzung betroffen, da diese die Tiere mit dem Plastik im Körper essen und dann auch Plastik in sich haben. Wegen der Umweltverschmutzung sind schon einige Kaufhäuser, Supermärkte, etc. auf Papiertüten umgestiegen. Die Produktion von Papier braucht jedoch fast doppelt so viel Energie; Luft und Wasser werden durch sehr viel mehr Stickoxide, Schwefeldioxide und weitere Chemikalien verschmutzt, als die Produktion von Plastik verbraucht. Und das alles nur, weil wir uns zu fein sind, den Müll kurz bis zum nächsten Mülleimer zu tragen. Papier wird sehr viel schneller zersetzt als Plastik, welches erst nach ca. 500 Jahren abgebaut wird. Also ist – abgesehen von der schnelleren Zersetzung – Papier auch keine so gute Möglichkeit Plastik zu ersetzen. 

Das Problem ist unser Konsumverhalten, nicht beispielsweise das Plastik an sich. Wir müssen etwas an unserer Lebensweise ändern, wenn wir weiterhin auf der Erde leben wollen. Zum Transportieren von Lebensmittel sind Stoffbeutel beispielsweise eine gute Alternative. Sie verschmutzen die Umwelt kaum und lassen sich wiederverwenden. Aber nur das Wissen allein bringt nichts, man muss es auch umsetzen und da liegt das große Problem. Wir sind bequem, wollen bloß nichts ändern, schön weiter in unserer Blase leben, keinen Aufwand, doch an die Zukunft denken wir nicht. 

84% der Bevölkerung sind davon überzeugt, dass sie durch ihr Konsumverhalten wesentlich zum Umweltschutz beitragen können. Jedoch sind 61% dazu nur bereit, wenn ihr Lebensstandard nicht beeinträchtigt wird. Allerdings wird genau dadurch, dass sie nichts ändern wollen, ihr Lebensstandard mehr beeinträchtigt, als wenn sie jetzt eine Kleinigkeit ändern würden. Es ist doch besser, wenn man jetzt z.B. mal den Stoffbeutel in die Hand nimmt, als wenn es nur noch Tiere mit Plastik im Magen gibt. Bis in die 50er Jahre gab es quasi keinen Müll, weil die Leute alles verwertet haben. Warum schaffen wir das heute nicht mehr, obwohl wir jetzt viel bessere Möglichkeiten haben? Unsere Reiseziele zu überdenken, wäre auch eine gute Idee. Oder meint ihr nicht, dass man auch mal Urlaub in Deutschland machen kann (ich kann zum Beispiel das Elbsandsteingebirge sehr empfehlen), anstatt jedes Jahr ans andere Ende der Welt zu fliegen? Oder Kreuzfahrten zu unternehmen, bei denen Meerestiere von den Schiffsschrauben teilweise lebensgefährlich verletzt werden und Müll sowie Schweröl im Wasser hinterlassen werden?

Diese Informationen wurden unteranderem von „NABU“ und „n-tv“ übernommen. 

Näheres lässt sich auf folgenden Websites finden: 

NABU: Müllkippe Meer. Plastik und seine tödlichen Folgen. https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/naturschutz/meeresschutz/181203-nabu-broschuere_muellkippe_meer.pdf, (zuletzt aufgerufen: 06.05.2021).

n-tv: Pandemiemüll gefährdet Tiere. 1,5 Milliarden Einwegmasken landen im Meeren. https://www.n-tv.de/panorama/1-5-Milliarden-Einwegmasken-landen-in-Meeren-article22311285.html, (zuletzt aufgerufen: 06.05.2021).

Von Gesche L.

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