HAPPY PRIDE MONTH!!!!!!!!! Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, wurden überall in der Schule Regenbogenflaggen, Plakate zum Thema LGBTQ, Regenbogen-Girlanden und vieles mehr aufgehängt. Dies geschah aufgrund des Pride Month. Was der Pride Month ist, wie er entstanden ist, und noch vieles mehr findet ihr in unserem Artikel vom letzten Jahr zum Thema Pride Month.

Wir als Schülerzeitung, waren auch dieses Jahr bei der Aufhängaktion dabei und haben mal ein bisschen hinter die Kulissen geschaut. Verantwortlich für die Flaggen überall in der Schule ist nämlich die LGBTQIA+-Gruppe. Die Gruppe besteht aus ganz vielen queeren Schüler*innen und wird von Herrn Mindt geleitet bzw. beaufsichtigt. Die Gruppe trifft sich alle 2-3 Wochen donnerstags in der 9. und 10. Stunde und diskutiert über aktuelle Themen, Feminismus und natürlich über alles zum Bereich LGBTQ. Die Mitglieder*innen geben sich gegenseitig Unterstützung zum Beispiel während des Outings.

Als wir uns ein bisschen mit den Schüler*innen unterhalten haben, kam relativ schnell das, leider im Moment sehr präsente, Thema Homo- und Transphobie auf. Eine Person meinte: „Von den Mitschüler*innen ist es eigentlich schon normal homophobe bzw. transphobe Bemerkungen abzubekommen.“ Weiter erklärte die Person, dass sogar schon Transphobie von Seiten der Lehrerkräfte kam, wie zum Beispiel misgendering (Verwenden der falschen Geschlechtsform), deadnaming (Verwenden des Geburtsnamens bei Trans-Personen oder auch bei anderen, die ihren Namen geändert haben), usw., nur machen es die Lehrer*innen nicht so auffällig wie die Schüler*innen. Wir finden das extrem traurig, dass sogar Lehrer*innen, die eigentlich eine Vertrauensperson sein müssten, so extrem ekelhafte Meinungen noch teilen. Auch sollte Schule nicht nur ein Ort des Lernens sein, sondern auch ein safespace und eine Möglichkeit sich mit gleichaltrigen auszutauschen, doch mittlerweile ist es für viele Schüler*innen ein Ort des Schreckens geworden, und das nicht nur wegen des Leistungsdrucks.

Wir haben die Mitglieder*innen auch noch gefragt, was unsere Schule ihrer Meinung nach für queere Personen machen kann. Eine Sache, die auf die Frage hin sehr oft genannt wurde, ist eine Unisextoilette. Doch obwohl sich die Gruppe schon Jahre lang dafür eingesetzt hat, wurden ihre Wünsche noch nicht erfüllt. Auch mehr Aufklärung zu queeren Themen, wie zu Beispiel Transidentität, Geschlechtsverkehr zwischen gleichgeschlechtlichen Personen, wurden von den Schüler*innen erwünscht.

Während des Flaggen-Aufhängens hat uns Herr Mindt erzählt, dass er sehr lange diskutieren musste, damit die Mitglieder*innen der Gruppe ihre Mitgliedschaft auf ihrem Zeugnis bestätigen bekommen haben. Ihm wurde vorgeschlagen die Gruppe auf dem Zeugnis als „Toleranz-AG“ zu bezeichnen, jedoch besteht Herr Mindt auf den Namen LGBTQIA+, weil es ja genau der Bereich ist, mit dem sie sich beschäftigen. Wir finden, an diesem Beispiel kann man wieder schön sehen, dass immer noch Homophobie eine Alltagssituation ist. Wir sehen ehrlich gesagt das Problem mit der Erwähnung auf dem Zeugnis nicht und finden es eine Frechheit, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, so wie bei den ganzen anderen AGs. Leider finden die Treffen nicht als offizielle AG statt, da sie noch zu wenige Teilnehmer*innen hat. Falls ihr also Lust bekommen habt, die Gruppe heißt JEDE*N Schüler*in herzlich willkommen!

Wie ihr seht, gibt es noch sehr viel, was an unserer Schule verändert werden kann und die LGBTQA+-Gruppe tut ihr Bestes, um dies zu ändern.

Von Jule S. und Emma F.

Von Emma F.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Content is protected !!