Wenn ihr euch bereits gefragt habt, warum die Schule mit bunten Regenbogenflaggen geschmückt ist, sollte eure Frage spätestens nach diesem Artikel beantwortet sein. 😉

Die Regenbogenflagge steht symbolisch für die LGBTQIA+ -Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexuell, Queer, Intersexuell, Asexuell, + umschließt alles auf einem Spektrum von Sexualität und Geschlecht, was nicht in Buchstaben bzw. Worten ausgedrückt werden kann). Die bunten Farben sollen die Vielfalt der Menschen und der Liebe widerspiegeln. Dabei spielt der Juni eine ganz besondere Rolle, denn jedes Jahr im Juni wird der Pride Month von mehreren tausend Menschen rund um den Globus gefeiert. Während dieser Zeit soll verstärkt auf die Missstände gegen queere Menschen auf der ganzen Welt hingewiesen und gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung gekämpft werden. Im Zuge dessen finden oft viele Paraden, Party’s und Demonstrationen statt. Der englische Begriff „pride“ ist dabei ganz bewusst gewählt und bedeutet ins deutsche übersetzt „stolz“. Damit soll verdeutlicht werden, dass jeder Mensch stolz auf sich sein kann und sich wegen seiner sexuellen Orientierung weder verstecken muss, noch ausgeschlossen fühlen sollte, sondern diese frei ausleben kann. Deshalb richtet sich der Pride Month auch nicht nur an queere Menschen, sondern ebenso an alle anderen, die sich für die Gleichberechtigung der Liebe und Geschlechter einsetzen wollen. 

Die Ursprünge des Pride Month gehen bis in die -50iger und -60iger Jahre zurück. Damals war Homosexualität weitestgehend verboten und wurde heftig bestraft, z.B. mit Gefängnis- oder Todesstrafen, welche in einigen Ländern mitunter noch heute gelten.  Der Pride Month ist auf die sogenannten Stonewall Riots im Jahr 1969 in New York City zurückzuführen, welche einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der modernen LGBTQIA+ – Bewegung markieren. Es waren die ersten Aufstände, bei denen homo- und transsexuelle Menschen für ihre Rechte demonstrierten. Diese Demonstrationen eskalierten in einer Schwulenbar namens „Stonewall Inn“ in der Christopher Street. Aus dem ursprünglichen Gedenktag für die Unruhen, dem „Christopher Street Day“, entwickelte sich allmählich der Pride Month.

Über 50 Jahre später sind Gewalttaten, Diskriminierung und Ausgrenzung gegenüber der LGBTQIA+ -Community keine Seltenheit und eine Gleichberechtigung in vielen Ländern noch immer nicht in Sicht. 

Auch Schüler*innen des Gymnasiums Buxtehude Süd wollten ihren Teil dazu beitragen, auf die LBGTQIA+ -Community aufmerksam zu machen und ihnen eine Stimme zu geben. Als Zeichen dessen haben sie unsere Schule mit Regenbogenflaggen und selbstgestalteten Plakaten rund um die Geschichte und Rechte der LGBTQIA+ –  Community, sowie mögliche Adressen von Anlauf- und Beratungsstellen, versehen. 

Normalerweise traf sich die Gruppe unter Leitung von Herrn Mindt und Frau Senftleben regelmäßig in den Pausen und nutze die Zeit um sich untereinander auszutauschen, doch durch Corona mussten auch sie auf ihre Treffen verzichten. Dennoch haben sie es geschafft, anlässlich des Pride Month, etwas auf die Beine zu stellen. Außerdem wird an weiteren Angeboten für nächstes Schuljahr gearbeitet, mit denen sie sich für mehr Verständnis und Toleranz an unserer Schule gegenüber die LGBTQIA+ -Community einsetzen wollen. Besonders jüngere Jahrgänge wollen sie für die Themen rund um die LGBTQIA+ -Community, unterschiedliche Geschlechtsidentitäten oder sexueller Orientierungen sensibilisieren und falsche Vorurteile vorbeugen. 

Was war nochmal…?

Bisexuell:

Wenn eine Person bisexuell ist, fühlt sie sich zu zwei oder mehreren Geschlechtern hingezogen. 

Homosexuell (schwul und lesbisch):

Homosexuelle Menschen verlieben sich in dasselbe biologische Geschlecht. Männer werden als schwul bezeichnet, wenn sie sich zu einem anderen Mann hingezogen fühlen. Liebt eine Frau eine andere Frau, ist sie lesbisch.

Intersexuell

Der Begriff beschreibt eine zweigeschlechtliche Person, die mit weiblichen, sowie männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde. 

Trans: 

Trans bedeutet, dass sich Menschen mit ihrem biologischen und sozialen Geschlecht nicht identifizieren können. Der Begriff sagt noch nichts über die sexuelle Orientierung des Menschen aus

-> „Nicht-binäre“ Personen wollen weder Mann noch Frau sein. Das „Bi“ steht für die zwei Geschlechter. Sie ordnen sich nicht eindeutig einem Geschlecht zu.

Queer:

Mit „queer“ sind alle Menschen gemeint, die nicht der heteronormativen Norm entsprechen.


Die Informationen wurden aus folgenden Artikeln gewonnen und können zur weiteren Informationsgewinnung verwendet werden:

https://www.wmn.de/insights/pride-month-ursprung-stonewall-inn-id188394

https://www.beobachter.ch/gesellschaft/sexuelle-orientierung-und-geschlecht-was-bedeutet-lgbtqia

Von Jule H.

Ein Gedanke zu „Gymnasium Buxtehude Süd zeigt Flagge“

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