Am Samstag, dem 09.Oktober war ein Blackout Poesie Abend für Queere Jugendliche in der St. Maria Kirche hier in Buxtehude. Diese Aktion gehörte zu den sehr vielen Aktionen der 21 Tage Zivilcourage. Wir als Schülerzeitung waren dabei.

Ich persönlich konnte schon was mit dem Begriff Blackout Poesie anfangen, hatte deshalb schon eine ungefähre Vorstellung was mich erwarten sollte. Als ich dort bei der Kirche ankam, wurde ich sofort herzlich begrüßt. Ich war etwas früh dran, deshalb waren wir am Anfang nur zu zweit. Zuerst haben wir ein bisschen gequatscht, bis wir dann zu der eigentlichen Aktion gekommen sind. Sie hatte nämlich viele homophobe Texte aus dem Internet kopiert und dort hingelegt. Anschließend hat sich jeder von uns beiden einen Edding genommen und wir haben losgelegt mit der Blackout Poesie. Für die Leser, die mit diesem Begriff nichts anfangen können, bei Blackout Poesie geht es darum einen Text komplett schwarz zu übermahlen, außer die Wörter, die man gut findet und gebrauchen kann, um aus diesen Wörtern seinen eigenen Text zu ,,schreiben“. Später kamen auch noch Leute aus unserer Schule und haben mitgemacht. Während der Aktion haben wir uns alle unteralten und Süßigkeiten gegessen, die bereitgestellt worden sind. Die Organisatorin hatte uns zum Beispiel eine erschreckende Story aus ihrem Leben erzählt, bei der jemand ihre Nase gebrochen hat, nur weil sie eine Transgender-Frau ist. Bei der Blackout Poesie sind ein paar echt großartige Werke entstanden, wie zum Beispiel: „Homosexuelle Personen anerkennen, fördern und schützen, abwegiges Verhalten verdunkeln“ oder „Der Differenz von Mann und Frau entgegenwirken, die Utopie eines Neutrons fördern“. Es ist sehr faszinierend wie der Inhalt so eines Textes, mit dieser Methode so verdreht und auf den Kopf gestellt werden kann. Über die Aussagen an sich lässt sich natürlich Streiten.

Natürlich war dies noch nicht alles. Wer noch mehr lesen möchte, kann gerne auf den Instagram-Account @queerekirchebuxtehude gehen und sich dort die anderen Blackout Poesie Werke anschauen.


Ein Artikel von Emma Franz.

Von Jule H.

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